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ENIGMA
Alte Mälzerei in Mosbach
Dienstag, 02.11.2010 um 19:30
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Veranstalter: Stadt Mosbach - Kulturabteilung
ENIGMA
ENIGMA
Eric-Emmanuel Schmitt
Abel Znorko ist Literaturnobelpreisträger und lebt seit Jahren wie ein Einsiedler auf einer Insel nahe dem Polarkreis. Eines Tages erklärt er sich überraschenderweise bereit ein Interview zu geben und den Journalisten Erik Larsen bei sich zu empfangen. Der Gesprächsanlaß ist die Veröffentlichung von Znorkos neuestem Buch, einem Briefwechsel zweier Liebender. Schon in den ersten Sekunden ihrer Begegung wird deutlich, daß die beiden Männer einen existentiellen Kampf um Leben und Tod ausfechten, denn Znorkos Pistolenschuß hat Larsen bei seinem Betreten des Grundstücks nur knapp verfehlt.
Die Spannung läßt auch im Verlauf des weiteren stundenlangen Gesprächs über die Differenz zwischen Kunst und realem Leben, fiktionaler und tatsächlicher Liebesbeziehungen nicht nach; im Gegenteil: Das Interview wird zu einem grausamen und undurchsichtigen Spiel um die Wahrheit, in dessen Mittelpunkt eine Frau steht, die niemals in Erscheinung tritt, und trotzdem Znorko und Larsen schon seit Jahren auf eine rätselhafte Weise miteinander verbindet.
Das ungewöhnliche Zweipersonenstück des französischen Erfolgsautors, wurde bei seiner Uraufführung am Theatre Marigny (Sonderzeichen!!!) 1996 als großer Erfolg gefeiert. Seither zählt ENIGMA zu den meistgespielten Stücken von Eric-Emmanuel Schmitt. Volker Schlöndorff verfilmte die fesselnde Geschichte 2005, die sprachlich behandelt die dem Stück zugrunde liegende musikalische Vorlage „Enigma Variations" des englischen Komponisten Edward Elgars behandelt. ENIGMA ist auch wortwörtlichen Sinne ein „Enigma“; ein Rätsel, das die Zuschauer auf einzigartige Weise mit den Geheimnissen der Liebe und des Lebens konfrontiert
Eric-Emmanuel Schmitt
1960 geboren, besuchte Eric-Emmanuel Schmitt die Pariser Hochschule Ecole Normale Superieure, wo er Philosophie studierte. Er promovierte über „Diderot und die Metaphysik" und wurde Lehrbeauftragter für Philosophie. Als Theaterautor stellte er sich 1991 mit „La Nuit de Valognes", einer modernen Abwandlung des Don Juan erstmals dem Publikum in Frankreich vor. Kurz darauf folgten wettere Theaterstücke z.B. „Der Besucher" (1993), der Freigeist" und „Kleine Eheverbrechen". Für sein dramatisches Schaffen wurde Eric-Emmanuel Schmitt in Frankreich mit dem Grand Prix du Theatre (Sonderzeichen!!!) ausgezeichnet und für den Prix Moliere nominiert.
Mit dem „Zyklus des Unsichtbaren", zu dem auch die berühmte Erzählung „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran" - für welche er 2004 den Großen Publikumspreis in Leipzig und dem Deutschen Bücherpreis erhielt - gehört, hat der Autor eine Reihe von Prosatexten über Kindheit und Spiritualität vorgelegt und sich auch beim lesenden Publikum einen Namen verschafft. Seinen ersten Roman legte er mit „Schule der Egoisten" vor. Mittlerweile nimmt seine Arbeit als Romancier einen großen Teil seiner Zeit und Kraft in Anspruch. Daneben widmet er sich seit kurzem auch dem Film. Eric-Emmanuel Schmitt lebt in Brüssel und zählt zu den erfolgreichsten französischsprachigen Schriftstellern.
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